• Moin,

    es sind noch gut 3 Monate bis zum Start des ersten Fahrers. Ende März lagen bereits 237 Nennungen vor. Wer mitmischen möchte sollte sich sputen denn bei 350 Startern ist Schluss.

    Der Verein hat eine neue Homepage: https://atcsaintchristophe.fr/

  • Moin,

    seit Anfang Juni sind die 350 Startplätze vergeben. Aber es gibt eine Warteliste. Erstaunlich viele Deutsche Teilnehmer haben eine Nennung abgegeben. Ich auch 8o

    Es soll ein neues Wertungssystem geben um Punktrichter einzusparen. Ich bin mal gespannt wie das ausschauen wird.

    Punktrichter sind auch bei einer solch großen Veranstaltung Mangelware. Über 4 Tage 15 Sektionen mit drei Personen zu besetzen ist auch wirklich eine Nummer. Wenn das System gut funktioniert soll es kommendes Jahr wieder mindestens 18 Sektionen pro Runde geben :thumbup: .

  • Moin,

    spät aber jetzt doch noch: Rückblick auf die 4 Jour de la Creuse:

    Vorbereitung

    Moped vorbereiten wie eigentlich immer: Alle Öle wechseln, Schrauben auf festen Sitz prüfen, bewegliche Teile wie z.B. Fußbremshebel prüfen/ fetten. Da die Umlenkung und Schwingenlager nach der Wartung des Reiger Dämpfers im Mai frisch gefettet wurden habe ich jetzt darauf verzichtet.

    Montag nach dem Abendessen sind Michael und ich gestartet. An der Grenze zu Belgien haben wir übernachtet – hinter den alten Grenzgebäuden gibt es einen ruhigen Platz zum Schlafen.

    Dienstag

    Der Weg durch Paris hat uns viel Zeit gekostet. Mit meinen ewig alten schulfranzösisch Kenntnissen habe ich im Radio herausgehört das etliche Autobahnen aufgrund von Unfällen gesperrt sind. Unser TomTom hat uns entlang der Seine durch 30er Zonen geleitet. Und wieder haben wir den Eifelturm nicht gesehen :(

    Nachmittags sind wir bei der Vorhut des MSC Wörpetal, Karl und Johannes, auf dem Schottersportplatz im Herzen von Sardent eingetroffen. Die sanitären Einrichtungen am Sportplatz sind – vorsichtig ausgedrückt – nicht besonders gut gepflegt. Das kann Karl so gar nicht ab und hat erst mal mit Chlor und großen Werkzeugen für Ordnung gesorgt.

    Aus Deutschland haben dieses Jahr überraschend viele, 19 an der Zahl, Starter genannt. Frankreich stellt 194 Starter, Großbritannien 85, Belgien 29, Spanien 9 und die Schweiz 2.

    Motorräder: Beta 67, BSA 3, EM 1, Fantic 6, GasGas 70, Honda 18, Jotagas 1, Montesa 37, Scorpa 5, Sherco 19, TRS 64, Vertigo 29, Yamaha 4. Jawohl – richtig gelesen – dieses Jahr viele Klassiker dabei.

    Mittwoch

    stand etwas Training auf dem Plan um sich an den Griff am Hinterrad zu gewöhnen. Trifft das Hinterrad einen trockenen Stein fühlt es sich an wie Sandpapier. Aber überall ist es feucht und die Steine eher glatt.

    Der Nachbar vom Sportplatz hat uns freundlicherweise Strom gegeben. Unser Geld wollte er nicht - lieber ein Bier. Karl hat es gekauft aber in den Folgetagen haben wir den Nachbar nicht wieder getroffen.

    Am Nachmittag konnten wir den Papierkram im Nennbüro, die Aula der örtlichen Schule, erledigen. Das war gut organisiert: Es waren x Plätze (12 wenn ich mich recht entsinne) zum Klassenweisen Nennen eingerichtet. Statt einer langen Schlange gab es mehrere kurze und ruckzuck waren wir fertig. Anschließend die Stadtsektionen auf dem Schulhof und vor der Kirche besichtigt. Die haben wirklich ein super Gelände zur Verfügung und machen sich die Mühe 2 künstliche Sektionen zu bauen. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

    Donnerstag - Es geht endlich los :thumbup:

    Im Mail Kontakt hatte Cathy angekündigt das es ein neues Bewertungssystem geben wird. Beim Start bekamen wir neben der Rundenkarte eine ca. 80x50x5mm große Kunststoffkarte. Der Knipser hat dann nicht nur die Rundenkarte gelocht sondern mit dem Handy und der Kunststoffkarte das Sektionsergebnis online übermittelt. Auf dem Handy konnte der fiffige Fahrer auch das kumulierte Rundenergebnis ablesen. Ohne Brille hatte ich allerdings keone Chance. Und die Fahrzeit wurde damit ebenfalls dokumentiert. Auch eine gute Lösung.

    Während des Tages habe ich mit der Outdoor App Komoot unsere Tour aufgezeichnet. Für die 2 Runden haben wir 09:18 benötigt, 115 km mit 2480 Höhenmetern zurück gelegt und einem Schnitt von 24,2 km/h gefahren.

    Wir waren zu dritt unterwegs: Johannes eine Runde in TR4+, Michael und ich 2 Runden in TR3+ und TR3. Unsere Strategie: Johannes nimmt möglichst als erster die Sektionen unter die Räder und fährt dann schon weiter zur nächsten Sektion. Michael und ich folgen mit Rucksäcken für Werkzeug, Getränke und Sprit. Die Sektionen sind meist nicht so schwer. Aber der Rundkurs ist lang und an einigen Stellen schwer bzw. glatt so dass trotzdem von allen Teilnehmern genügend Punkte gemacht werden um eine gescheite Wertung herbeizuführen.

    Michael hat kurz nach Sektion 7 mit unüblichen, scharfkantigen Steinen eine Riss im Hinterreifen. Aber wir haben ja ein Reparatur Set dabei. Also eigentlich kein Problem. Zum Luftauffüllen nutzen wir CO2 Kartuschen. Aber die Minipumpe lies sich nicht aktivieren. Bei der Fehlersuche hat Michael die Verschlusskappe wieder aufgedreht. Dann gab es eine „Explosion“ bei der innerhalb einer Millisekunde gefühlt mehr CO2 freigesetzt wurde als auf der Anreise nach Sardent. Wir hockten kurzzeitig in einer „weißen“ Wolke. Die Kappe und die CO2 Kartusche flogen uns um die Ohren. Glücklicherweise wurden wir nicht getroffen. Sonst hätten wir einen Platten gehabt. Kappe und CO2 Kartusche haben wir trotz intensiver Suche nicht wiedergefunden. Kurz darauf kam Ben vorbei. Er hat uns seine Pumpe geliehen und der Reifen war zügig geflickt. Diese „Reparaturwürste“ sind wirklich Gold wert!

    Im Laufe des Tages erwischen uns immer wieder Regenschauer. Der Rundkurs war durch den Regen schwierig zu fahren, kraftraubend und kostet eine Menge Zeit weil man recht langsam und konzentriert unterwegs sein muss. Am Ende des Tages trennten uns nur noch 9 Minuten von Zeitstrafpunkten. Viele Fahrer tauchten in der online Auswertung zuerst mit „aus der Wertung“ auf. Im Nachhinein gab es aber wohl eine Zeitzugabe so das alle in Wertung blieben. Und wir hatten uns so beeilt….

    Freitag

    Beim Start gab es Probleme mit der Online Erfassung der Startzeit. Wir kamen einige Minuten später los als geplant. Mein Gedanke: Hoffentlich gibt das am Ende der zweiten Runde keinen Stress weil uns womöglich diese Minuten fehlen. In den Sektionen funktionierte die Online Auswertung auch nicht. Zum Glück hatten wir noch Rundenkarten!

    Komoot hat aufgezeichnet: 4:59 Stunden unterwegs, 53 km, 1070 hm, Schnitt 20 km/h. Beim Start gab es die Frage ob wir Reservesprit im Gepäck haben weil die Runde lang sein soll.

    Warum nur 5 Stunden? Tja – es hat immer wieder geregnet wie verrückt. Der Rundkurs war an vielen Stellen aufgeweicht. In den Sektionen war der Griff auf den Steinen noch ganz gut weil der Regen sie sauber wusch, aber zwischen den Steinen….

    Die zweite Runde durften wir also nicht in Angriff nehmen: Abbruch der Veranstaltung. Es gab wohl viele Stürze mit Verletzten. Allein bei Start und Ziel standen 2 Rettungswagen mit behandelten Personen.

    Ehrlich gesagt war ich etwas traurig. Es lief an dem Tag ganz gut und hat mir trotz pitschenasser Klamotten viel Spaß gemacht.

    So gab statt eines ansprechenden 10 Stunden Tages einen entspannten Nachmittag. Es kam dann sogar noch die Sonne zu Besuch. Am Ballfangzaun haben wir versucht unsere Sachen zu trocknen.

    Nachts wurde es sehr kalt. Ich wurde dauernd wach und habe mir im Laufe der Nacht immer mehr Klamotten angezogen. Michael sagte am Samstagmorgen das er vergangene Nacht das erste Mal den Schlafsack geschlossen hat…. Ich verbuche das mal unter jugendliche Heißblütigkeit.

    Samstag

    Die Sonne schien und das Onlinewertungssystem funktioniert wieder.

    Komoot zeichnet für den Tag auf: 08:17 Stunden unterwegs, 91km, 1960 Höhenmeter, Schnitt 19,8 km/h. Die Steine waren an vielen Stellen extrem glatt. Die Mischung aus Feuchtigkeit, Lehm und Laub verklebt die eigentlich rauhe Oberfläche der Steine. Es fühlt sich an wie Fahren auf Schmierseife. Ich komme gar nicht klar und mache unendlich viele dusselige Fehler. Der Rundkurs trocknete bereits ab.

    Michael meinte ein verdächtiges Geräusch vom Antriebstrang zu hören. An der Kette war jedoch kein Defekt zu finden. Bei der weiteren Suche fand er einen verschlissenen Kettenspannerschleifklotz. Daraufhin habe ich auch mal geschaut – meiner sah noch viel schlimmer aus ☹. In der Händlermeile bekamen wir Ersatz und haben sie nach der ersten Runde getauscht. Und ich dachte ich hätte mein Moped optimal vorbereitet…

    Nachts wurde es wieder kalt aber ich hatte mich mit zusätzlicher Kleidung warm ausgestattet.

    Sonntag

    Es gibt am letzten Tag immer nur eine Runde zu fahren damit der Verein die Siegerehrung vorbereiten kann. Komoot: 04:16 Fahrzeit, 41 km, 830 Höhenmeter, Schnitt 24,8 km/h.

    Viele Sektionen waren wieder glatt aber irgendwie besser beherrschbar als gestern. Auf dem Rundkurs staubt es an den von der Sonnen beschienenen Ecken bereits ein wenig.

    Johannes hat nach der Veranstaltung den 6er Träger Bier an die Nachbarsfrau übergeben. Kurz darauf konnten wir uns mit dem freundlichen Nachbarn auf englisch und ein wenig französisch unterhalten. Ein freundlicher, netter Typ! Und genau so haben auch alle Personen (Funktionäre, Punktrichter, Knipser, und und und) welche mit der Veranstaltung zu tun haben, erlebt. Aber nicht nur die. In einem Dorf stand eine Mutter mit ihren kleinen Kindern an der Straße und sie winkten uns zu. In einem anderen eine ältere Dame. Und auf dem Rundkurs immer wieder Wanderer und Walker. Niemand hat uns beschimpft oder gedroht. Wir haben gegrüßt, sind vorbei gerollt und wurden wieder gegrüßt.

    Bei mir in der Gegend regen sich einige Leute schon auf wenn ich mit dem MTB durch den Wald fahre….

    Ergebnisse:

    Johannes ist täglich eine Runde in der gemischten Spur aus gelb und schwarz gefahren = TR4+P. Er war sehr gut unterwegs und auf dem dritten Platz von 32 Startern gelandet. Ich bin in der gelben Spur (TR3) mit 2 Runden achter von 42 Startern geworden. Michael, (TR3+), 2 Runden, landete in der gelb/grünen Spur auf Platz 2 von 14 Startern. Weitere Ergebnisse sind auf https://atcsaintchristophe.fr/4-jours-de-la-…juillet-2024-2/ zu finden.

    Nachbereitung:

    Moped komplett zerlegen und alle Teile reinigen und neu fetten.

    Resümee: Nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder dabei sein! ;)

  • ... und bewegte Bilder. Durch das feuchte Wetter allerdings oftmals etwas verschwommen.

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  • Moin,

    Mattes und Kobold: Gerne.

    Falls sich jemand gewundert haben sollte warum wir einen so niedrigen Schnitt fahren - Gareth Rogers hat mal ein typisches Stück vom Rundkurs aufgezeichnet

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  • Moin,

    nach langem Warten habe ich die erste Fünf bei den diesjährigen 4 Jour de la Creuse mit ganz viel Glück vermieden….

    Als ich am 21.03.25 meine Nennung abgegeben habe kam ich nur auf die Warteliste weil bereits 326 Nennungen angenommen waren. Über Umwege erfuhr ich das die noch verbleibenden Plätze den höheren Klassen vorbehalten sind und die Personen auf der Warteliste darauf hoffen müssen das irgendwer seine Nennung zurückzieht.

    Ich habe dort 1989 das erste Mal genannt. So was habe ich noch nicht erlebt. In der Vergangenheit konnte man noch im Juni oder sogar Juli einen Startplatz ergattern. Eine volle Liste im März hat mich total überrumpelt. Aber die Lektion ist angekommen: 2026 warte ich nicht auf das Vorliegen meiner Lizenz sondern gebe meine Nennung sofort ab.

    Lange Rede kurzer Sinn – ich habe noch einen Startplatz erhalten 😊. 15 weitere Starter aus Deutschland sind ebenfalls dabei

    Jitsie hat einen netten Film mit Hintergrundinfos und kurzen Interviews veröffentlicht https://www.youtube.com/watch?v=g2UCtrhGlOo

  • Das ist mittlerweile nicht mehr so ungewöhnlich. Die Anmeldung für das trial-trueyere im Oktober war in diesem Jahr nach etwa 40 min ausgebucht, ich war etwas zu langsam und habe nur noch knapp einen Platz bei den „Wanderern“ bekommen. Da darf man „nur“ die Zwischenstrecke ohne Sektionen fahren. Bei der Streckenführung und 70 km täglich ist das trotzdem ein Riesenspass und ich werde mal den klugscheißenden Wasserträger spielen.

  • Moin,

    die Veranstaltung ist jetzt zwar schon ein paar Tage her - aber trotzdem hier ein Rückblick.

    Trial 4 Jours de la Creuse

    08./ 09.07.25

    Anreise. Eigentlich wollte ich erst nach dem Abendessen starten. Da das Packen allerdings flott voran ging bin ich schon nach dem Mittagessen losgefahren. Und kam bis zur Weserbrücke an der A1. Der Stau hat mir eine knappe Stunde Verzögerung eingebracht. Danach gab es nur noch vereinzelt stockenden Verkehr und eine blöde Umleitung der gesperrten B51 bei Prüm. Die führte gar durch eine 30er Zone mit Blitzer. Ich warte jetzt auf ungute Post…. In Luxembourg günstig tanken und hinter Nancy habe ich genächtigt. Auf dem Wohnmobilbereich des Rastplatzes war allerdings viel Bewegung und ich wurde mehrfach wach. Morgens fragte mich ein Ehepaar aus GB ob mir etwas aufgefallen wäre. Ihnen wurde nachts eine Handtasche und ein Portemonnaie aus dem Wohnmobil gestohlen, das Geld heraus genommen und die Überbleibsel vors Fahrzeug gelegt. Ich hatte aber nichts bemerkt. Vor der Weiterfahrt kontrollierte ich die Sicherung meiner Mopeds, eines Fahrrades und einer Oset. Bei der Oset waren die Gurte durchtrennt und es sah aus als hätte sie jemand abladen wollen. Zum Glück hatte ich alle Fahrzeuge an den Anhänger gekettet und diesen mit einem Schloss am Fahrzeug gesichert. Die Weiterfahrt über französische Autobahnen und Bundesstraßen lief wie gewohnt sehr locker. Ich finde Tempolimits super! Alle fahren ganz entspannt ein ähnliches Tempo.

    10.07.25

    Nach der langen Anreise und Einrichtung im Fahrerlager stand die Papier- und Fahrzeugabnahme an. Dank des hohen Personaleinsatzes von Seiten des Veranstalters war das aber nach kurzer Zeit erledigt. Anschließend haben wir uns die Sektionsmöglichkeiten im Ort angeschaut und sind dann ein wenig trainieren gefahren um uns mit dem Griff der reichlich vorhandenen, riesigen Steine und Felsen vertraut zu machen.

    Wer wird denn so am Start sein?

    Franzosen, Briten, Belgier, Spanier, Deutsche… Moderne Mopeds, Lumos und Twinshocker – das komplette Programm. Äh – nicht ganz: Eine Pre 65 habe ich dieses Jahr nicht gesehen. Aber das will bei 350 Startern nichts heißen.

    11.07.25

    Erster Tag. Nervös? Nicht wirklich. Eher voller Vorfreude. Das Wetter ist super: Sonnig bei knapp unter 30°. Es soll 2 Runden mit je 15 Sektionen geben. Der Rundkurs besteht heute aus ganz viel Waldautobahnen und einspurigen Wegen in den Büschen. Ich frage mich wie jedes Jahr: Warum kennt jemand solche Wege? Schmuggelt derjenige irgendetwas? Oder ist der ganze Tage mit dem MTB oder einer Enduro unterwegs? Von den Wegen habe ich keinen Film gemacht aber ein paar Bilder geschossen:

    An den Stellen wo es durch den brusthohen Farn oder zugewachsenen Grasflächen geht wurde der Rundkurs sogar gemäht. Oft kilometerlang. Was für ein irrer Aufwand!

    Am Ende des Tages haben wir (laut meinen Aufzeichnungen mittels Komoot) 86,6 km in 08:33 Std zurückgelegt. Mit für mich erstaunlichen 1910 Höhenmetern.

    Die Sektionen: 2 gibt es im Ort, 13 im Umland. Die eine Stadtsektion ist direkt vor der Kirche. Auf der anderen Straßenseite hat eine Gaststätte eine größere Restauration aufgebaut welche bereits am ersten Tag intensiv genutzt wird. Die zweite befindet sich auf dem Schulhof an der Händlermeile und den vereinseigenen Verpflegungsständen. Auch hier reichlich Zuschauer.

    Ehrlich gesagt könnte ich auf mindestens eine der beiden verzichten. Ich finde die Sektionen in den Wäldern mit den großen Steinen viiieeel besser.

    12.07.2025

    Wie jeden Morgen: Aufstehen und erst einmal Nudeln kochen um viele Kohlenhydrate in den Körper zu pumpen denn wir sind wieder 08:00 Std unterwegs. Ich fühle mich schlapp und kaputt. Die Hände und Füße schmerzen. Das gibt sich erst im Verlauf der ersten Runde. Liegt vielleicht auch daran das der Anteil an Waldwegen und Straßen heute etwas höher ist und man auch mal im Sitzen fahren kann. Wir starten Richtung Süden nach Thauron an den hübschen Fluss.

    Da wo es geht fahren mein Junior und ich auf den Wegen nebeneinander denn es staubt wie Teufel. Ich merke das sogar beim Atmen und meine Augen brennen. Der Fluss führt wie auch all die Teiche an der Strecke kaum Wasser. Auch sonst ist es erschreckend trocken.

    Und die Sektionen? Voll geil 😊

    Am Ende des Tages haben wir 96,2 km mit 2020 Höhenmeter geschafft.

    13.07.25

    Heute geht´s mir besser. Der Körper scheint sich an die Strapazen zu gewöhnen. Die Sektionen sind wie jeden Tag spitze. Meist rundliche Steine und Felsen garniert mit Kehren, Wurzeln und Stufen auf losem Untergrund.

    Wir dürfen heute 94,7 km mit 2150 Höhenmetern in 08:08 Std. abspulen.

    Abends gibt es im Dunkeln noch eine späte Reparatur am Vorderrad eines Spaniers. Er hatte sich einige Speichen abgerissen. Rainer und Benny hatten zum Glück Ersatz dabei.

    14.07.25

    Am letzten Tag wird nur eine Runde gefahren. Die heutige Zwischenstrecke fand ich am schönsten. Ganz viele Wege durch die Büsche und kleinste Waldwege. Es musste sehr viel im Stehen gefahren werden. Das hält ganz schön auf die Stiefelsohlen 😉.

    Wir hatten eine recht lange Fahrzeit für die wenigen Kilometern. Komoot erfasst alle Bewegung und somit auch die Sektionsbegehungen. Trotzdem waren wir mit einen Schnitt von 24km/h unterwegs. Auf der Zwischenstrecke war die Geschwindigkeit entsprechend – äh - anspruchsvoll.

    Vor der 8. Sektion hat mich eine Wespe erwischt. Als Allergiker hatte ich zum Glück meine Notfall Medikamente dabei und alles eingeworfen was geht. Die Fahrerei ging trotzdem voll in die Hose. Ich habe in Sektion 8 gleich mal einen Salto übern Lenker gemacht. Mein Moped war zwischen Steinen eingeklemmt und musste von Junior und weiteren Helfern geborgen werden. Auch anschließend fühlte ich mich wie nach 5 Bier und einer 1/2 Flasche Jägermeister. Ich habe dann tatsächlich ans Aufgeben gedacht.... aber nur kurz.

    Die 54,8 km mit 890 Höhenmetern habe ich in 4:42 Std doch noch hinter mich bringen können.

    Der Sektionsschwierigkeit in meiner Spur TR3 war nicht besonders hoch. Sie entspricht so in etwa der deutschen Spur in grün wenn sie leicht ist. Mit ein paar Ausreißern nach oben um Unterschiede in den Punkten für die guten Fahrer herbeizuführen. Einige der Sektionen für TR 2 hätte ich auch gern probiert. Bei anderen hätte ich mir aber definitiv die Ohren abfahren.

    Arbeiten am Moped und Defekte

    An unseren Beta`s war nicht viel zu tun. Bei jedem Tanken Kette sprühen und abends den Luftfilter wechseln. Bei Junior machte am zweiten Tag der mittlerweile 6 Jahre alte Kettensatz Geräusche so dass wir zu Feierabend einen neuen montiert haben. Beim Öffnen der Kette fielen die Rollen des halben Kettengliedes auseinander. Da wurde die MWSt also auch mit aufgebraucht. Warum eher wechseln? 😉

    Erstaunlich fand ich wieviel Aufwand GasGas und TRS Fahrer treiben mussten. Ich habe ja längst nicht alles gesehen aber rund um uns umzu wurden ständig Rahmenhecks demontiert um die verschmutzten Vergaser zu reinigen…. Neue Sherco`s standen in unsere Ecke keine.

    Montesa und Beta Fahrer schraubten wohl am wenigsten.

    Rückreise

    Nach dem Einpacken aller Utensilien habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Ich weis nicht ob es an den Medikamenten lag oder sonst etwas aber ich wurde nicht müde beim Fahren. Um 01:30 Uhr habe ich mir eine Pause verordnet und bis kurz vor 06 auf einem Supermarktparkplatz geschlafen. An dem Ort war ich mir recht sicher war das kein Dieb in der Nähe ist. Bis auf einen Stau an der A1 Weserbrücke verlief die restliche Fahrt ohne Probleme und gegen 12:00 Uhr war ich wieder daheim.

    Fazit

    Tolle Veranstaltung! Der „Athlétique Trial Club Saint Christophe“ treibt einen irrem Aufwand um die vielen Starter zufrieden zu stellen bzw. einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Alleine im Start- und Zielbereich waren die meiste Zeit bis zu 6 Personen mit der Ausgabe/ Rücknahme der elektronischen Rundenkarten beschäftigt. Dazu noch 2 Personen die den Startern ansagen in welche Richtung des Rundkurses sie zu fahren haben bzw. kontrollieren ob alle Fahrer zurückgekehrt sind.

    Wie lange dauert es 60 Sektionen zu stecken? Ich benötige für eine Sektion 1,5 – 2 Stunden. Hochgerechnet wären ca. 90 Stunden plus die ggf. nötige Anfahrt in die Wildnis.

    Und dann noch über 4 Tage 15 Sektionen mit mindestens 3 Personen besetzen. Wobei viele Punktrichter alle 4 Tage tätig waren. Und für 4 Tage einen mindestens 40km langen Rundkurs ausschildern und hinterher abbauen. Ich kann nicht hochrechnen wieviel Stunden Arbeit das kostet.

    RESPEKT für das Engagement dieses Vereins!

    2026? Ich möchte wieder dabei sein!

  • ... einen Film dazu gibt es auch:

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