Neue Bultaco Sherpa im Norden

  • Wenn ich mich recht erinnere, bekam Bultaco als einer der allerersten Hersteller in D eine TüV-Zulassung für seien PE-Tanks.

    Und, ich bin der, der in seinen Bultos immer noch originale FEMSA/Motoplat-Kontaktzündungen respektive AMAL oder BING-Vergaser verbaut hat. Und ja, sie laufen damit trotzdem und immer noch :thumbup:

    By the way, ja ich kann bestätigen, dass der "Schwung" von 350er schweinehart ist und das abdrehen eine Arbeit ist, auf die man gut verzichten kann. In meiner Lehrzeit Ende der 80er hatte ich dazu aber in der Anzinger Straße in München die Möglichkeiten ;)

    Wer die nicht hat, kann nach einem "Schwung" von einer 250er Sherpa Ausschau halten. Der ist erheblich leichter. In Verbindung mit dem ebenfalls leichteren Zündungs-Schwungrad der 250er Sherpa lässt sich da ganz ohne Maschineneinsatz schon einiges an Gewicht sparen.

    Im übrigen habe ich damals das Primärkettenrad mit der komplett abgedrehten Schwungmasse aber sehr schnell wieder gegen Original getauscht. Aber seinerzeit hatten die Sektionen auch noch eine ganz andere Charakteristik.....

    Edited once, last by helmi-1 (May 1, 2026 at 12:03 AM).

  • Moin,

    Thomas, ich habe nicht diese 3-teiligen Honsteine wie zum Zylinderhonen, sondern eine Honbürste von 32-35mm, die gehen für Bohrungen richtig gut, weil die sich anpassen. Zum Glück passt die für die 35er Gabel der Bulto wie auch für die 32er Marzocchi die ich in meiner Guzzi Stornello 160 eingebaut habe. Die war von 1975 und nagelneu, federte aber auch nur 3/4 ein. Das war aber kein Gammel, sondern italienisch lockere Bearbeitung, Endbearbeitung kann man sowas nicht nennen, das habe ich nachgeholt mit der Bürste. Die Verlängerung habe ich angeschweisst, sonst reicht das nicht bis unten.

    Sieht so aus

    Die Stornellos sind auch aus Schrott auferstanden, ebenfalls lange Geschichte, aber das sind ja keine Trialer, gehört wohl eher nicht hierher.

    Mein neu gekaufter Tank hat übrigens tatsächlich TÜV, schon originell, Produktion 1978, muss wohl lange auf Lager gelegen haben 8o

    Aber das Typenschild im Tank beweist das, ich glaube aber auch an den Weihnachtsmann :D


    Helmut, das mit den 250er Teilen wäre eine Idee, wusste ich aber nicht, ausserdem verfüge ich nicht über ein Bulto-Teilelager wie du und aus Prinzip bin ich eher für selbst ändern, wenn möglich, als für kaufen.

  • Moin Bernhard, Danke für den schönen Bericht über die die schöne Spanierin.

    Ist echt schade das sich zu wenige mit den Geräten der 70er Jahre beschäftigen.

    Bei meiner 247er Montesa von 74 bin ich ähnlich vorgegangen. Schwungscheibe halbiert bzw. von einem neueren Modell verbaut. Leichteste elektronische Lima und moderne Kupplungsbeläge eingebaut. Die kurze Primärübersetzung einer Ulf Carlson mit einem 9er Ritzel machte die Fuhre dann auch in engen Sektionen ohne Kupplung fahrbar.

    Amal Vergaser wechseln ist meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig, wenn man den Düsenstock und Nadel wechselt. Das ist meist übel ausgeschlagen. Dann geht es auch mit der original Bedüsung.

    35er Gabelrohre hab ich aus verchromter Meterware für Hydraulikstempel neu angefertigt. Die Kolben dazu musste ich allerdings wegen leichten Wandstärkenunterschieden auch gleich neu machen.

    Wenn das ganze dann noch Spaß beim fahren bereitet, macht das Schrauben und tüfteln doppelt Spaß.

    Gruß
    Michael