Posts by Kobold

    Wenn du einen passenden Kolben fändest, würdest du sicher einigen Leuten eine Freude machen. Mir ist das noch nicht gelungen.

    Ein Fenster im Kolbenhemd wäre mir dabei ziemlich egal. In meiner Lieblings-123 werkelt auch ein Fensterkolben. Den möchte ich nicht missen, weil er zwei Kolbenringe hat - die meisten Kolben tragen nur einen.

    Bestimmt gibt es Firmen, die einen passenden Kolben herstellen, wenn man genug Geld auf die Theke legt. Aber das könnte an einen wirtschaftlichen Totalschaden grenzen.

    Die Bohrung für eine Deko-Ventil bitte nicht freihand mit dem Akkuschrauber anbringen - das geht meistens nicht gut aus. Hast du einen Kumpel mit Senkrecht-Fräsmaschine und Bohrpinole, bei der man den Kopf schwenken kann? Das ist die ideale Maschine für sowas.

    Die Dekos dichten auf der Planfläche, der Guss am Kopf ist aber nur "irgendwie". Man muss kurz mit dem Zweischneider auf den Kopf fahren, um eine ebene Fläche zu erzeugen, die rechtwinklig zur Gewindebohrung liegt. Dann wird das auch dicht.

    Gruß Reinhard

    Hallo Christian,

    ich kann da auf den Bildern nix schreckliches erkennen, das mir Angst machen würde. Wahrscheinlich würde ich nicht mal unbedingt den Zylinder abnehmen. Falls doch, brauchst du dafür einen "Innensechskantschraubendreher" SW 7mm.

    Den Kolbenboden würde ich vorsichtig blank machen und dann einölen. Eine dünne Schutzschicht aus Ruß schadet nicht, ganz im Gegenteil.

    Unbedingt ein Zweitaktöl mit niedrigem Flammpunkt wählen, das möglichst rückstandsfrei verbrennt. Dann gibt es weniger Probleme mit Ölkohle.

    Gruß Reinhard

    Mist. Gestern habe ich noch gedacht: Du hättest schreiben sollen, dass die Mutter vom Polrad Linksgewinde hat.

    Die Stoßdämpfer sollten von Mitte Auge bis Mitte Auge 330mm haben. Auf den letzten, die ich gekauft habe, stand STS-Parts drauf. Mir sind sie gut genug.

    Da gibt es mehrere Modelle im Angebot, die von außen alle gleich aussehen und sich nur im Aufkleber unterscheiden. Ob sie auch innerlich gleich sind, weiß ich nicht.

    Gruß Reinhard

    Mensch, die sieht ja toll aus. Nicht verschrammt, verrammelt und verbogen. Da würde ich mir nach dem äußeren Eindruck wenig Sorgen um die Innereien machen. Hast du auch Papiere dafür bekommen?

    Für die Marzocchis gab es mal Reparatursätze, das ist aber lange her.

    Gruß Reinhard

    Das Problem mit der Ölablasschraube ist ganz einfach zu erklären: Als diese Motoren entwickelt wurden, hatten die Rahmen ein zentrales Rohr und die Zylinder den Auslass seitlich. Später gab es Doppelschleifenrahmen und Auslass in der Mitte.

    Jetzt läuft der rechte Unterzug genau unter der Ölablasschraube. Selbst wenn es gelingt, die Schraube rauszufummeln, gibt es eine große Sauerei, weil das Öl überall hin läuft, nur nicht in die Schüssel.

    Meistens bekommt man die Schraube aber nicht mehr raus, weil bei alten Mopeds die Bodenplatte schon so oft auf eine Stufe geknallt ist, dass der Unterzug schon fast am Kurbelgehäuse anliegt.

    Übrigens laufen diese kleinen Montesas wie ein Traktor, wenn sie sauber eingestellt sind. Der Unterschied zwischen den verschieden breiten Schwungmassen ist nach meinem Gefühl nicht so groß, wie der Unterschied zwischen verschiedenen Vergasern. Mit Mikunis oder Dellortos laufen die Motoren am besten. Maximal 28mm Durchmesser, dann hat sie viel Leistung, ist aber schwierig zu fahren. Mit 24mm geht sie geschmeidiger um enge Kehren. Ich hatte mal einen 20mm Vergaser drauf, damit tuckert sie ganz brav und ist einfach zu fahren.

    Zündzeitpunkt 2,8mm vor OT. Am besten eine eigene Markierung am Polrad machen und mit der Stroboskoplampe anblitzen. Alte Autobastler haben sowas noch in der Garage liegen.

    Gruß Reinhard

    Übrigens, bei dem rechten Schwungrad gab es mindestens 3 verschiedene Breiten. Ich habe sogar einen Motor ganz ohne.

    Wenn das Ding so schmal ist, wie auf dem Bild von Michael, würde ich da auch nicht mit dem 2-Arm-Abzieher dran rupfen. Da hat der Michael vollkommen Recht. Du wirst es sehen, wenn der Deckel runter ist.

    Gruß Reinhard

    Hallo Christian,

    es ist dir ja schon mal gelungen, die Montesa anzukicken. Also ist das Zwischenrad noch ganz, sonst hätte es nur häßlich gekracht beim Startversuch. Wenn die originale Kupplung noch drin ist, hat sie blanke Stahlscheiben. Dann nur ATF-Öl nehmen, nix anderes.

    Öl ablasen, wenn der Motor eingebaut ist, wird nicht einfach. Ich stelle die Montesa einfach (ohne Tank) auf den Kopf und lasse sie ausbluten. Eine Kontrollmöglichkeit für den Ölstand gibt es auch nicht. 900ml rein und gut ists.

    Gruß Reinhard

    Hallo Christian,

    es gibt Zylinderköpfe mit einer zweiten Kerzenbohrung, im Zubehörhandel bekommt man Deko-Ventile mit Kerzengewinde - das ist die einfache Version.

    Wenn kein zweites Kerzengewinde da ist, kann man eines anbringen (lassen, das macht jede ordentliche Werkstatt), der Anguss dafür ist an allen Köpfen vorhanden.

    Man kann auch ein Ventil von einem beliebigen Mofa nehmen, da muss man nur die passenden Bohrung anbringen. Achtung: Es gibt welche mit M10x1,5 und andere mit M10x1.

    Ich bevorzuge Deko-Ventile von Kettensägen, die haben M10x1, kosten nur wenig und ersparen den Hebel am Lenker und Bowdenzug dahin.

    Das Zwischenrad sitzt auf der Getriebe-Nebenwelle und dreht sich immer mit, sobald der Motor läuft. Deshalb lässt sich der Motor mit eingelegtem Gang und gezogener Kupplung starten - eine Funktion, die ich nicht missen möchte. Es wird entweder von einem Seegerring oder einem Blechwinkel auf seinem Platz gehalten. Unbedingt prüfen, ob das noch in Ordnung ist. Falls nicht, geht es auf Wanderschaft, kommt aber nicht weit, weil es am Kupplungskorb schleift. Das merkt man von außen nicht und kann normal kicken, die Zähne tragen aber nur noch zur Hälfte und geben irgendwann nach. Diese Zahnräder bekommt man nicht für Geld und gute Worte. Der Pfahler in Emmendingen hat mal welche nachfertigen lassen, die sind aber längst vergriffen und haben angeblich nicht lange gehalten.

    Gruß Reinhard

    Hallo Christian,

    gehört oder gelesen habe ich das mit dem Vespa-Kolben auch schon, konnte es aber nie verifizieren.

    Unter dem rechten Seitendeckel ist nix geheimes. Da reicht ein normaler, 2armiger Abzieher. Er darf nur nicht zu groß sein, sonst lässt er sich nicht ansetzen.

    Zwei Dinge sollte man noch wissen: Da gibt es einen kleinen Bronze-Druckpilz, der auf das Ausrücklager drückt. Er bleibt gerne im Seitendeckel hängen und fällt dann raus, wenn man nicht damit rechnet.

    Und wenn man den Deckel wieder montiert hat, muss die Feder vom Kickstarter vorgespannt werden. Wie das geht, hatte ich mal hier beschrieben. Überhaupt findest du hier im Forum alle wichtigen Informationen, z.B. in alten Beiträgen von Mattes Hafen, Michael aus Düsseldorf oder mir. Als Suchbegriffe nicht nur Cota 123, 172 oder 200 wählen, sondern auch MH 123 oder MH 200 - die sind alle gleich gestrickt.

    Unbedingt auf das Zwischenrad vom Kickstarterantrieb achten. Das ist oft das erste und einzige, was an diesen Motoren kaputt geht. Wenn man ein Deko-Ventil nachrüstet und einen ordentlichen Halter, damit es an seinem Platz bleibt, hält es ewig.

    Gruß Reinhard

    Hallo Christian,

    bei den Motordaten hast du etwas verwechselt: Die Motoren von Cota 75, 123, 172 und 200 haben alle den gleichen Hub, nur die Bohrungen sind unterschiedlich.

    Pass gut auf deinen Kolben auf, die bekommt man nicht mehr. Und die Kolben von der 123 sind 10mm im Durchmesser kleiner.

    Gruß Reinhard

    Hallo,

    ich kenne eine Menge Montesas, die mit Dellortos oder Mikunis besser laufen als mit dem originalen Amal-Vergaser.

    Wenn man die alle aus dem Verkehr ziehen wollte, hätten die Kollegen bei der technischen Abnahme viel zu tun.

    Gruß Reinhard

    Das ist genau so, wie Rolf geschrieben hat.

    Ich habe eine Cota 123 sowie eine Cota 200. Von außen sieht man keinen Unterschied. Und ich möchte wetten, dass die meisten Fahrer nicht spüren würden, welche der beiden die 200er ist, weil die 125er richtig gut geht.

    Gruß Reinhard

    Hallo Bernd,


    ich habe noch eine Honda-Gabel auf Lager, siehe Bild im Anhang.

    Keine Ahnung, von welchem Modell sie stammt. Ich wollte sie mal in eine Cota 123 einbauen, da hätte sie schön gepasst. Bevor ich dazu kam, fiel mir eine gute Montesa-Gabel in die Hände, seither liegt sie im Regal.

    Die Gesamtlänge ist 850mm, von oben bis zur Achse sind es 830mm. Der Standrohrdurchmesser ist 35mm.

    Links unten ist eine rechteckige Nase angegossen als Bremsanker, weiter oben ist ein Widerlager für den Bremszug. Kann beides bei Nichtbedarf auch entfernt werden.

    Die Gabel ist in Ordnung, ich habe mal 100 Euro dafür gezahlt und würde sie auch dafür wieder abgeben. Wir wohnen im Westerwald, bei Montabaur.

    Gruß Reinhard

    Ach so, ich habe keine Gabelbrücken dazu. Da hätte ich die von der Montesa genommen.

    Hallo,

    ich liebe meine Reflex auch. Sie ist unschlagbar, um mal eben in die Stadt, aufs Feld oder in den Wald zu fahren. Billiger und leiser ist nur ein Fahrrad.

    Habe zuerst den Motor modifiziert und größere Düsen montiert - plötzlich läuft sie ordentlich. Und die Gabel ein wenig aufgepumpt, die war mir zu weich. Der Sitz kommt als nächstes, da sitze ich irgendwie auf der hinteren Kante.

    Nur schade, dass sie nicht soziusfähig ist. Sonst hätte sie einen festen Platz hinten auf dem Wohnmobil.

    Gruß Reinhard

    Ah, diesen Überraschungseffekt kenne ich gut.

    Bin jahrelang mit einer Yamaha DT50 zur Arbeit geschraddelt, die hatte auch den Leerlauf ganz unten. Bisher war ich von allen Mopeds gewohnt, dass man dort den 1. Gang findet. Ist immer doof, wenn man den Fuß hochnimmt, die Kupplung loslässt, und das Moped bewegt sich nur nach der Seite...

    Gruß Reinhard