Letzte Woche habe ich mir die Kupplungsscheiben von Stefan Funke bestellt, gestern von Benjamin Kirchner (ehemaliger Wettkampf Kamerad von Stefan Funke) einbauen lassen und heute im Gelände ausgiebig getestet: ein Traum wurde wahr! Die Beschreibung in dem Trialsport Artikel vor 9 Monaten ist keinesfalls übertrieben, es ist tatsächlich eine dramatische Verbesserung!
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Erstens bekomme ich jetzt endlich problemlos den Leerlauf mit dem Fuß rein und zweitens ist die Dosierbarkeit auf einem völlig anderen Niveau als vorher. Insbesondere in ganz engen Kehren mit schlechtem Grip, wo mit schleifender Kupplung schon die geringste Veränderung am Hebel vorher den Kraftschluss fast ruckartig verändert hat, sodass sofort entweder das Vorderrad wegrutschte oder das Hinterrad durchdrehte, sind jetzt ganz sanfte Veränderungen über einen wesentlich größeren Bereich sehr gut kontrollierbar. Auch wenn man sich im Steilhang aufwärts ganz langsam um ein Hindernis quält und dabei teilweise „in der Kupplung steht“ war vorher die Gefahr sehr groß, das plötzlich wegen der geringsten Veränderung am Hebel der Kraftschluss zum Durchdrehen des Hinterrads führte: Rückwärts, 5 Punkte!
Das ist nun vorbei, die Kupplung lässt sich über einen wesentlich größeren Bereich schleifen bevor es zum völligen Kraftschluss kommt, so lässt sich der gewünschte Vortrieb wunderbar dosieren. Am gewünschten sofortigen Kraftschluss beim „Kupplung schnalzen lassen“ kann ich keinerlei Unterschied zu vorher feststellen (Stufen, Jap Zap, Wheelie, Lupfen), also wenn gefordert, dann sofort da.Auf dem Foto ist zum Vergleich oben eine (bisher benutzte) originale Kupplungsscheibe und unten eine (unbenutzte) von Stefan. Die (originalen) Reibscheiben habe ich nicht gewechselt, da bei ihnen (nach ~ 300 BS) kein nennenswerter Verschleiß vorhanden war. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, dass laut Handbuch bei der 260er außen 2 Sinter- und innen 4 Papier-Reibscheiben vorgesehen sind, bei der 300er aber außen 4 Sinter- und innen 2 Papier-Reibscheiben. Ich hätte (wenn überhaupt unterschiedlich) das Gegenteil erwartet (wegen dem höheren dynamischen Reibwert der Papier- gegenüber der Sinterbeläge). Offenbar ist die höhere thermische und mechanische Belastung dabei ausschlaggebender.
Der letztere Teil, würde mich auch mal interessieren. Sollte der Einbau von zwei weiteren Papierscheiben (Scheibe 1 und 5) in der 260 im Tausch gegen die Sinter-Scheiben nicht den gleichen Erfolg bringen, wie der Tausch der Stahlscheiben? Allerdings hätte ich auch eher gedacht, das die 300er mehr Sinterscheiben als Papierscheiben hat (wegen den höheren Reibwertes der Sinterscheiben und der Mehrleistung der 300er).